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Der vorgeschlagene Webstandard würde einen Kopierschutz für HTML5-Videos ermöglichen, aber ist das "unethisch"?

Anonim

Ein vorgeschlagener Webstandard, der DRM für HTML-Inhalte implementieren würde, wurde von Mozilla und anderen kritisiert. Der von den Entwicklern von Google, Microsoft und Netflix vorgelegte Vorschlag soll es Unternehmen ermöglichen, HTML5-Streaming-Video- und -Audio-Streams durch einen Kopierschutz zu ergänzen, ein Problem, das bisher einige Content-Anbieter davon abgehalten hat, die Technologie zu übernehmen. Die Struktur würde auf einem "Inhaltsentschlüsselungsmodul" oder CDM basieren, das unabhängig vom Browser möglicherweise durch Hardware oder Firmware arbeiten könnte. Wenn der CDM installiert ist, kann ein Unternehmen dann einen Schlüssel zum Entschlüsseln eines bestimmten HTML-Teils senden.

Nicht jeder glaubt jedoch, dass die Lösung ratsam oder sogar machbar ist. Ian Hickson von Google beispielsweise bezeichnete den Vorschlag als "unethisch" und sagte, dass er auf jeden Fall keinen ausreichenden Inhaltsschutz bietet, um eine Umsetzung wert zu machen. Chris Pearce von Mozilla fragte in der Zwischenzeit, wie sich der Vorschlag auf Open-Source-Browser auswirken würde, die theoretisch gepatcht werden könnten, um die Aufnahme von Video- oder Audiostreams zu ermöglichen. Als Antwort darauf sagte Mark Watson von Netflix, dass Hardwarelösungen einige dieser Probleme lösen könnten, dass Browser jedoch den Inhalt über eine "geschützte Medienpipeline" streamen müssten. Es ist unwahrscheinlich, dass HTML5 ohne robuste DRM-Optionen vollständig übernommen wird, aber bis jetzt scheint dieser Vorschlag nicht die Lösung zu sein.

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